Myanmars Putschführer Min Aung Hlaing als Präsident vereidigt

Der Anführer des Militärputsches in Myanmar, General Min Aung Hlaing, ist am Freitag offiziell als Präsident des südostasiatischen Landes vereidigt worden. Die Zeremonie fand in der Hauptstadt Naypyidaw statt, nachdem das Militär seit dem Putsch im Februar 2021 die Kontrolle über das Land übernommen hatte.

ASEAN-Zusammenarbeit im Fokus

In seiner ersten Ansprache betonte Min Aung Hlaing die Bedeutung internationaler Beziehungen und insbesondere der Zusammenarbeit mit dem südostasiatischen Staatenbund ASEAN. „Wir werden unsere diplomatischen Bemühungen verstärken, um Myanmar wieder in die internationale Gemeinschaft zu integrieren“, erklärte der neue Präsident.

Seit dem Militärputsch vor über fünf Jahren befindet sich Myanmar in einer tiefen politischen und humanitären Krise. Tausende Menschen wurden getötet, Zehntausende sind vor der Gewalt geflohen. Die internationale Gemeinschaft hat das Regime weitgehend isoliert und Sanktionen verhängt.

Quellen: Al Jazeera English