Die Mietpreise in Berlin haben innerhalb von zehn Jahren einen dramatischen Anstieg von 69 Prozent verzeichnet. Damit liegt die Hauptstadt bundesweit an der Spitze, wie aus aktuellen Zahlen des Bauministeriums hervorgeht, die die Linke abgefragt hat.
Zum Vergleich: Im Durchschnitt aller deutschen Großstädte stiegen die Mieten im selben Zeitraum um 44 Prozent. Leipzig folgt mit 67 Prozent auf dem zweiten Platz, doch Berlin bleibt unangefochtener Spitzenreiter bei den Preissteigerungen.
Experten kritisieren Wirkungslosigkeit der Mietpreisbremse
Wohnungsexperten und Politiker zeigen sich besorgt über die Entwicklung. Die Mietpreisbremse, die eigentlich für Entlastung sorgen sollte, habe die Preisspirale kaum bremsen können. Besonders betroffen sind junge Familien, Studierende und Geringverdiener, die zunehmend an den Rand der Stadt gedrängt werden.
Der Berliner Senat steht unter Druck, schnell Lösungen zu finden. Diskutiert werden unter anderem der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus und strengere Regularien für gewerbliche Vermieter. Doch angesichts des massiven Bevölkerungszuwachses in den letzten Jahren bleibt die Wohnungsfrage eine der größten Herausforderungen für die Hauptstadt.
Quellen: ZDF Heute, Der Tagesspiegel, Welt Online