Die schwarze Null steht im Fokus der hessischen Finanzpolitik: Wie die Landesregierung in Wiesbaden beschlossen hat, sollen oberste Behörden künftig jede dritte frei werdende Stelle unbesetzt lassen. Diese Maßnahme betrifft vor allem Verwaltungspositionen und soll helfen, die Personalkosten zu senken, die mehr als ein Drittel der Gesamtausgaben ausmachen.
Prioritäten neu setzen
Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) betonte, dass ein handlungsfähiger Staat klare Prioritäten setzen müsse. ‚Wir müssen uns auf die Kernaufgaben konzentrieren und gleichzeitig die Haushaltsdisziplin wahren‘, so Boddenberg in einer Stellungnahme. Die Einsparungen sollen vor allem in Zukunftsinvestitionen fließen.
Kritiker warnen jedoch vor Überlastung der verbleibenden Mitarbeiter und möglichen Einbußen bei der Qualität der Verwaltungsleistungen. Gewerkschaften kündigten bereits Gespräche mit der Landesregierung an, um die Auswirkungen auf die Beschäftigten zu begrenzen.
Quellen: FAZ Online (DE, 08.04.2026 09:18)