Jenaer Museen prüfen Sammlungen auf NS- und DDR-Raubgut

Die Städtischen Museen Jena stehen vor einer umfangreichen Provenienzforschung: Wie der MDR berichtet, hat eine erste Analyse des Thüringer Museumsverbands ergeben, dass die stadtgeschichtliche Sammlung systematisch auf Raubgut untersucht werden muss.

Drei problematische Epochen

Im Fokus stehen dabei Objekte, die während der NS-Zeit, der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) oder der DDR in die Sammlungen gelangten. Viele Museen in Deutschland beschäftigen sich seit Jahren mit der Aufarbeitung unrechtmäßig erworbener Bestände, insbesondere aus der Kolonialzeit oder der NS-Zeit.

Für Jena bedeutet dies nun eine detaillierte Prüfung der Herkunftsgeschichte zahlreicher Exponate. Wann mit ersten Ergebnissen zu rechnen ist, wurde noch nicht mitgeteilt. Die Untersuchung ist Teil der bundesweiten Bemühungen um eine transparente Aufarbeitung der Museumsgeschichte.

Quellen: MDR