Schiedsrichterstreik in Wuppertal: Kreisliga-Spiele nach „Verfolgungsjagd“ abgesagt

Im Fußballkreis Wuppertal/Niederberg kommt es am Wochenende zu massiven Spielausfällen in den Kreisligen. Wie der Fußballverband Niederrhein mitteilte, haben sich die Schiedsrichterkollegien des Kreises zu einem Streik entschlossen. Hintergrund ist ein erschreckender Vorfall Ende März, bei dem ein Schiedsrichter nach einem Spiel von Beteiligten verfolgt und bedroht wurde.

„Verfolgungsjagd“ löst Empörung aus

Lokalmedien berichten von einer regelrechten „Verfolgungsjagd“, bei der der Unparteiische in seinem Auto über mehrere Kilometer verfolgt wurde. Der Vorfall hat in der regionalen Fußballszene für Empörung gesorgt. „Solche Übergriffe sind absolut inakzeptabel und gefährden den Amateurfußball“, erklärte ein Sprecher des Verbands.

Die Schiedsrichter fordern nun drastische Maßnahmen gegen Gewalt und Einschüchterungsversuche. Bis ihre Forderungen nach besserem Schutz und Konsequenzen für die Verantwortlichen erfüllt werden, wollen sie keine Spiele mehr leiten. Betroffen sind sämtliche Partien der Kreisliga A und B sowie unterklassige Ligen.

Verband sucht nach Lösungen

Der Fußballverband Niederrhein bemüht sich derzeit um eine Lösung des Konflikts. Gespräche mit Vereinsvertretern und Schiedsrichtern laufen. Für die ausgefallenen Spiele soll zeitnah ein Nachholtermin gefunden werden. Der Vorfall wirft jedoch erneut ein Schlaglicht auf das Problem der Gewalt gegen Schiedsrichter im Amateurfußball – auch in Nordrhein-Westfalen.

Quellen: ntv – Nachrichten