Schulplatzstreit in Jena beendet: Stadt, Schulamt und Land finden Kompromiss

Der langwierige Schulplatzstreit in Jena ist beigelegt. Wie das Thüringer Bildungsministerium mitteilte, haben sich die Stadt Jena, das Schulamt und das Ministerium auf eine neue Regelung geeinigt, die mehr Planungssicherheit schafft. Demnach darf die Stadt nun wieder teilweise frei über die Vergabe von Schulplätzen entscheiden.

Profilwahl und Geschwisterregelung gestärkt

Die neue Verfügung ermöglicht es Jena, eine anteilige Profilwahl einzuführen. Das bedeutet, dass Schulen ihre Schülerinnen und Schüler künftig nach bestimmten Profilen auswählen können. Gleichzeitig wurde die Geschwisterregelung gestärkt, die sicherstellt, dass Geschwisterkinder bevorzugt aufgenommen werden können.

Mehr Planungssicherheit für Eltern

Mit der Einigung soll auch die Planungssicherheit für Eltern erhöht werden. Die Stadt Jena hatte zuvor kritisiert, dass die bisherigen Regelungen zu Unsicherheiten führten und die Schulwahl erschwerten. Der neue Kompromiss soll nun Abhilfe schaffen und für mehr Transparenz sorgen.

Die Einigung wurde von allen beteiligten Seiten begrüßt. Bildungsministerin Anja Siegesmund bezeichnete die Lösung als „fairen Ausgleich zwischen den Interessen der Schulen und der Eltern“. Auch der Jenaer Oberbürgermeister zeigte sich erleichtert über die Einigung und betonte, dass damit ein wichtiger Schritt für die Bildungslandschaft in Jena getan sei.

Quellen: MDR – Nachrichten