Bei einer Ostereiersuche im Garten eines Hauses nordwestlich von Stuttgart sind zwei Männer am Samstag auf eine Flasche mit der Aufschrift „Polonium 210“ gestoßen. Der Fund des potentiell tödlichen Strahlengifts löste einen Großeinsatz von Polizei und Spezialkräften aus.
Wie sich später herausstellte, handelte es sich jedoch um einen falschen Alarm. „Es war kein radioaktives Material in der Flasche“, teilte ein Sprecher der Behörden mit. Hinter der Aufschrift stecke offenbar Etikettenschwindel. Die genauen Umstände des Vorfalls werden noch untersucht.
Bewohner konnten schnell zurückkehren
Die vorübergehend evakuierten Anwohner durften bereits nach wenigen Stunden in ihre Häuser zurückkehren. Die Strahlenschutzexperten hatten schnell Entwarnung gegeben. „Die Bevölkerung war zu keiner Zeit in Gefahr“, betonten die Einsatzkräfte.
Polonium 210 ist ein hochgiftiges radioaktives Element, das in der Natur nur in Spuren vorkommt. Es war unter anderem bei der Vergiftung des ehemaligen russischen Geheimagenten Alexander Litwinenko verwendet worden.
Quellen: FAZ Online, Spiegel Online