Ein Wolf, der vor einer Woche eine Frau in einer Hamburger Einkaufspassage attackiert hatte, ist nun wieder in die Freiheit entlassen worden. Das männliche Jungtier war nach dem Vorfall in einer Wildtierauffangstation untergebracht worden. Nach intensiven Diskussionen und einer Gesundheitsprüfung wurde beschlossen, den Wolf mit einem Sender auszustatten und auszuwildern.
Engmaschige Überwachung
Laut der Hamburger Umweltbehörde wird das Tier nun engmaschig überwacht, um weitere Vorfälle zu verhindern. Der Sender soll Daten über die Bewegungen des Wolfs liefern und helfen, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Diese Maßnahme wird von Tierschützern begrüßt, die eine Tötung des Tieres strikt abgelehnt hatten.
Reaktionen aus der Bevölkerung
Die Auswilderung des Wolfs stößt jedoch auf gemischte Reaktionen. Während einige Bürger die Entscheidung als tierfreundlich begrüßen, äußern andere Bedenken hinsichtlich der Sicherheit. Schafzüchter in der Region sehen die Rückkehr des Wolfs mit Sorge, da sie um ihre Herden fürchten.
Die Hamburger Behörden betonen, dass das Tier bei weiteren Aggressionen erneut eingefangen werden könnte. Der Wolf bleibt somit „auf Bewährung“ frei und wird weiterhin genau beobachtet.
Quellen: Der Tagesspiegel, ZDF Heute – Nachrichten, Welt Online, FAZ Online, ntv – Nachrichten