Bulgariens Ex-Präsident Radev warnt vor Versuchen, Wahlsieg zu diskreditieren

Der ehemalige bulgarische Präsident Rumen Radev hat öffentlich vor Plänen gewarnt, den erwarteten Wahlsieg seiner Partei bei den Parlamentswahlen am 19. April zu diskreditieren. In einer Stellungnahme verglich er die Situation mit den umstrittenen Präsidentschaftswahlen in Rumänien im letzten Jahr, bei denen der Sieg eines rechtspopulistischen Kandidaten vom Gericht wegen angeblicher ausländischer Einmischung annulliert wurde.

Befürchtungen vor politischer Einflussnahme

Radev, dessen Partei in aktuellen Umfragen führt, äußerte die Sorge, dass ähnliche Mechanismen in Bulgarien greifen könnten. „Es gibt klare Anzeichen dafür, dass bestimmte Kräfte einen Wahlsieg unserer Bewegung nicht akzeptieren werden“, so der Ex-Präsident. Er sprach von einer „koordinierten Kampagne“ zur Delegitimierung des Wahlprozesses.

Politisch angespannte Lage

Die Wahlen finden in einer politisch angespannten Atmosphäre statt. Bulgarien hat seit 2021 sechs Parlamentswahlen erlebt, ohne dass eine stabile Regierung gebildet werden konnte. Internationale Beobachter befürchten eine weitere Destabilisierung der politischen Lage auf dem Balkan, sollte es nach der Wahl zu juristischen Auseinandersetzungen kommen.

Quellen: Balkan Insight (BIRN)