Chinas neu veröffentlichter 15. Fünf-Jahres-Plan weist Ungarn eine strategisch wichtige Position in der europäischen Expansionsstrategie zu. Wie das Portal Daily News Hungary berichtet, plant Peking signifikante Investitionen in ungarische Technologieparks, Elektroauto-Produktion und Logistikzentren.
„Ungarn entwickelt sich zum Tor Chinas in die Europäische Union“, analysieren Experten. Besonders die bereits bestehenden Batteriefabriken chinesischer Konzerne sollen massiv ausgebaut werden. Gleichzeitig entstehen neue Forschungszentren für künstliche Intelligenz und Halbleitertechnologie.
Debatte über Abhängigkeit von China
Die engen Beziehungen zu China waren unter Orbáns Regierung stets kontrovers. Oppositionspolitiker warnen vor zu großer wirtschaftlicher Abhängigkeit. Sollte Péter Magyar die Wahl gewinnen, könnte sich die Zusammenarbeit zwar fortsetzen, jedoch mit stärkerer Betonung europäischer Interessen.
Die neuen Pläne sehen auch den Ausbau der Eisenbahnverbindung zwischen Budapest und Belgrad vor, einem zentralen Projekt der chinesischen „Neuen Seidenstraße“. Ungarns Hauptstadt soll damit zum wichtigsten Logistik-Drehkreuz für chinesische Waren in Mitteleuropa werden.
Quellen: Daily News Hungary