Ein wegweisendes deutsch-polnisches Energieprojekt hat mit dem Bau begonnen: Die grenzüberschreitenden Städte Zgorzelec (Polen) und Görlitz (Deutschland) verbinden ihre Fernwärmenetze und stellen die Versorgung vollständig auf erneuerbare Energien um. Das gemeinsame Vorhaben soll die Energieeffizienz erhöhen und die CO2-Emissionen in der Grenzregion deutlich reduzieren.
Modellprojekt für nachhaltige Energieversorgung
Die neuen Fernwärmeleitungen werden unter der Neiße, dem Fluss der die beiden Städte trennt, verlegt. Das System soll künftig mit lokal erzeugter erneuerbarer Energie betrieben werden, darunter Geothermie und Biomasse. Experten sehen in dem Projekt ein Modell für nachhaltige grenzüberschreitende Energiekooperation in Europa.
Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Die EU fördert das Vorhaben mit Mitteln aus dem Interreg-Programm. Es ist das erste derartige grenzüberschreitende Fernwärmeprojekt zwischen Deutschland und Polen und könnte als Blaupause für ähnliche Kooperationen in anderen Grenzregionen dienen.
Quellen: Notes from Poland