Juan Carlos I. in Paris mit Literaturpreis ausgezeichnet

Der ehemalige spanische König Juan Carlos I. hat in Paris einen Literaturpreis für seine Autobiographie erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm von der Präsidentin der französischen Nationalversammlung überreicht. In Spanien ist der Ex-König nach einer Reihe von Skandalen weitgehend persona non grata.

Juan Carlos I., der 2014 zugunsten seines Sohnes Felipe VI. abdankte, hatte in den letzten Jahren mit mehreren Kontroversen Schlagzeilen gemacht. Vor allem seine undurchsichtigen Finanzgeschäfte und eine Affäre hatten ihn in die Kritik gebracht. In Spanien wird er seitdem von vielen als Symbol der Korruption und der Privilegien des Adels angesehen.

Frankreich ehrt umstrittenen Ex-Monarchen

In Frankreich hingegen wurde der Ex-König nun für seine Autobiographie ausgezeichnet, in der er sein Leben und seine Regentschaft beschreibt. Die Preisverleihung fand in einem festlichen Rahmen in Paris statt und löste in Spanien gemischte Reaktionen aus. Während einige die Auszeichnung als verdiente Anerkennung für das Lebenswerk des Ex-Königs sehen, kritisierten andere die Entscheidung als unangemessen.

Juan Carlos I. hatte Spanien nach dem Ausbruch der Skandale verlassen und lebt seither größtenteils im Ausland. Seine Rückkehr nach Spanien ist derzeit unwahrscheinlich, da er dort mit juristischen und öffentlichen Problemen konfrontiert wäre.

Quellen: FAZ Online