Neues EU-Grenzsystem EES startet – auch an Ungarns Außengrenzen

Ab sofort kommt das neue digitale Grenzmanagement-System der Europäischen Union, das Entry/Exit System (EES), auch an Ungarns Außengrenzen zum Einsatz. Wie Daily News Hungary berichtet, wurde das System heute in allen Schengen-Mitgliedstaaten aktiviert, um die Ein- und Ausreise von Drittstaatsangehörigen zu erfassen und zu verwalten.

Funktionsweise des EES

Das EES erfasst biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsbilder von Reisenden, die in den Schengen-Raum einreisen. Ziel ist es, die Grenzkontrollen zu beschleunigen und gleichzeitig die Sicherheit zu erhöhen. Die Daten werden vier Jahre lang gespeichert, um Mehrfacheinreisen oder überfällige Aufenthalte leichter identifizieren zu können.

Auswirkungen auf Ungarn

Für Ungarn als Schengen-Außengrenze bedeutet dies eine Modernisierung der Grenzinfrastruktur. Die ungarische Regierung hatte sich bereits in der Vergangenheit für strengere Grenzkontrollen ausgesprochen. Kritiker befürchten jedoch, dass das System auch zur verstärkten Überwachung genutzt werden könnte.

Die Einführung des EES ist ein weiterer Schritt hin zu einer vollständig digitalisierten EU-Grenzverwaltung. Nächstes Jahr soll zudem das geplante Einreise-/Ausreisesystem (ETIAS) für visumfreie Reisende folgen.

Quellen: Daily News Hungary