Russische Anti-Kriegs-Aktivisten zu langen Haftstrafen verurteilt

In einem umstrittenen Prozess in Sankt Petersburg sind sechs junge Aktivisten der demokratischen Jugendbewegung »Wesna« zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Die Angeklagten erhielten Strafen von bis zu zwölf Jahren, nachdem sie wegen »Extremismus« schuldig gesprochen wurden. Die Bewegung steht für friedlichen Protest gegen den russischen Krieg in der Ukraine.

Der Prozess ist Teil einer breiteren Kampagne der russischen Regierung, die seit Jahren ihr hartes Vorgehen gegen politische Gegner und Kriegskritiker verschärft. Menschenrechtsorganisationen verurteilen die Urteile als politisch motiviert und sehen darin einen weiteren Versuch, jegliche Form von Opposition im Land zu unterdrücken.

Die Angeklagten gehören zu einer wachsenden Zahl von Aktivisten, die in Russland wegen ihrer Kritik an der Regierung und dem Krieg ins Visier der Justiz geraten. Der Fall von »Wesna« zeigt die zunehmend repressive Haltung des Kremls gegenüber Meinungsfreiheit und zivilgesellschaftlichem Engagement.

Quellen: Spiegel Online, Spiegel Online – Ausland