Sarkozy bestreitet im Berufungsverfahren libysche Wahlkampffinanzierung

Im Berufungsverfahren um mutmaßliche illegale Wahlkampffinanzierung hat Frankreichs ehemaliger Präsident Nicolas Sarkozy alle Vorwürfe erneut zurückgewiesen. „Nicht ein einziger Cent libyschen Geldes floss in meinen Wahlkampf“, erklärte der 71-Jährige am Dienstag vor Gericht. Sarkozy war im vergangenen Jahr zu einer Haftstrafe verurteilt worden und damit der erste französische Ex-Präsident in der jüngeren Geschichte, der ins Gefängnis musste.

Die Staatsanwaltschaft wirft Sarkozy vor, seinen erfolgreichen Präsidentschaftswahlkampf 2007 teilweise mit Millionen aus Libyen finanziert zu haben. Beweismittel sollen unter anderem geheime Treffen mit dem damaligen libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi belegen. Sarkozys Anwälte bestreiten die Authentizität belastender Dokumente und verweisen auf angebliche Fälschungen.

Das Berufungsverfahren wird als wichtiger Test für die französische Justiz gewertet. Beobachter erwarten eine Entscheidung in den kommenden Monaten. Sollte das Urricht bestätigt werden, könnte dies weitreichende politische Folgen haben – nicht nur für Sarkozy selbst, sondern auch für die konservative Opposition in Frankreich.

Quellen: France 24