Die Schweizer Bank Lombard Odier und die usbekische Ex-Präsidententochter Gulnara Karimova müssen sich wegen mutmaßlicher Geldwäsche und Korruption vor Gericht verantworten. Dies gab die Schweizer Staatsanwaltschaft am Donnerstag bekannt.
Dem Verfahren liegen Vorwürfe zugrunde, dass Bestechungsgelder in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar, die der schwedische Telekomkonzern Telia in Usbekistan gezahlt haben soll, über die Schweizer Bank gewaschen wurden. Die mutmaßlichen illegalen Zahlungen sollen zwischen 2007 und 2010 erfolgt sein.
Jahrelange Ermittlungen
Die Vorwürfe wurden bereits vor 14 Jahren durch eine schwedische Investigativ-Recherche aufgedeckt. Nun hat die Schweizer Justiz nach langwierigen Ermittlungen Anklage erhoben. Karimova, die Tochter des ehemaligen usbekischen Präsidenten Islam Karimow, soll als Mittelsfrau agiert haben.
Die Schweizer Behörden ermitteln seit Jahren gegen Lombard Odier wegen des Verdachts auf schwere Geldwäsche im Zusammenhang mit den mutmaßlichen Korruptionsgeldern. Die Bank selbst bestreitet die Vorwürfe.
Quellen: SVT Nyheter