Sprengstofffund an serbischer Gas-Pipeline löst politische Kontroverse aus

In Serbien sind nahe der für Ungarn wichtigen Balkan-Stream-Gaspipeline schwere Sprengstoffe entdeckt worden. Die serbischen Behörden bestätigten den Fund mehrerer Rucksäcke mit „Sprengstoff von verheerender Kraft“ in der Nähe der Ortschaft Kanjiza, nahe der ungarischen Grenze.

Politische Vorwürfe kurz vor ungarischer Wahl

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán deutete eine mögliche ukrainische Beteiligung an, ohne konkrete Beweise vorzulegen. Die Entdeckung erfolgt nur wenige Tage vor den ungarischen Parlamentswahlen, in denen Orbán um eine weitere Amtszeit kämpft. Oppositionspolitiker Peter Magyar warf der Regierung vor, es handele sich möglicherweise um eine „Aktion unter falscher Flagge“, um die Wähler zu beeinflussen.

Serbien bestätigt Fund, bleibt aber vage

Serbiens Präsident Aleksandar Vučić bestätigte den Sprengstofffund, vermied jedoch direkte Schuldzuweisungen. Die Balkan-Stream-Pipeline transportiert russisches Gas durch Serbien nach Ungarn und weiter in die EU. Experten befürchten, der Vorfall könnte die ohnehin angespannte Energiesicherheit in der Region weiter destabilisieren.

Quellen: Spiegel Online, FAZ Online, The Guardian, Welt Online