Die belarussische Exil-Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hat sich gegenüber dem US-Präsidenten Donald Trump für dessen Bemühungen um die Freilassung politischer Gefangener in Belarus ausgesprochen. Wie der Spiegel berichtet, bezeichnete Tichanowskaja Trump in einem Interview als „unendlich dankbar“ für dessen diplomatische Initiativen gegenüber dem autoritären Regime von Alexander Lukaschenko.
Erfolgreiche Verhandlungen – aber mit Risiken
Laut dem Bericht ist es Trump gelungen, durch direkte Gespräche mit Lukaschenko die Freilassung mehrerer politischer Gefangener zu erreichen. Tichanowskaja betonte jedoch, dass Europa dieser Annäherungspolitik nicht folgen sollte. „Wir dürfen nicht vergessen, dass Lukaschenko weiterhin ein Diktator ist, der sein Volk unterdrückt“, so die Oppositionsführerin.
Europas Rolle in der Belarus-Krise
Tichanowskaja kritisierte die europäische Politik als zu zögerlich im Umgang mit dem Lukaschenko-Regime. Während sie Trumps direkten Ansatz begrüßt, warnt sie vor einer Normalisierung der Beziehungen ohne konkrete demokratische Reformen in Belarus. Die EU müsse klare Bedingungen stellen, bevor sie Sanktionen lockere oder diplomatische Beziehungen intensiviere.
Quellen: Spiegel Online