Zwischen dem 28. März und dem 5. April sind vor der griechischen Küste mindestens fünf Flüchtlingsboote gesunken. Nach aktuellen Angaben kamen dabei über 180 Menschen ums Leben, die versuchten, Europa zu erreichen. Die dramatischen Vorfälle werfen erneut die Frage nach der Verantwortung der Europäischen Union auf.
Anhaltende humanitäre Krise
Die meisten der Ertrunkenen waren auf dem Weg zu den griechischen Inseln in der östlichen Ägäis, einem der Hauptankunftsorte für Migranten aus der Türkei. Trotz internationaler Kritik an der griechischen Migrationspolitik und den Pushback-Vorwürfen setzen sich weiterhin tausende Menschen der lebensgefährlichen Überfahrt aus.
EU-Maßnahmen unzureichend
Experten kritisieren, dass die europäischen Rettungsbemühungen im Mittelmeer bei weitem nicht ausreichen. Die Grenzschutzagentur Frontex verfügt zwar über erweiterte Befugnisse, konzentriert sich jedoch vorrangig auf Grenzsicherung statt auf Seenotrettung. Menschenrechtsorganisationen fordern sichere Fluchtwege und eine gerechtere Verteilung der Verantwortung unter den EU-Mitgliedstaaten.
Quellen: EUobserver