Im fünften Jahr des Krieges zwischen der Ukraine und Russland haben beide Seiten am Sonntag zahlreiche Verstöße gegen eine vereinbarte Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest gemeldet. Die kurze Feuerpause, die von den Präsidenten Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj beschlossen wurde, sollte bis Sonntagabend gelten. Dennoch berichten beide Parteien von Angriffen und Truppenbewegungen.
Gegenseitige Anschuldigungen
Russland behauptet, die Ukraine habe fast 2.000 Verstöße gegen die Waffenruhe begangen. Die Ukraine wiederum wirft Russland vor, 469 Mal gegen die Vereinbarung verstoßen zu haben, darunter auch einen Angriff auf einen Rettungswagen. Solche gegenseitigen Anschuldigungen sind in diesem Konflikt nicht neu und unterstreichen die Schwierigkeiten, eine dauerhafte Friedenslösung zu finden.
Fragilität der Waffenruhe
Die Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest war als Zeichen des guten Willens gedacht, um den Gläubigen die Möglichkeit zu geben, das Fest in Frieden zu begehen. Doch ähnlich wie bei früheren Versuchen, die Kämpfe kurzzeitig einzustellen, wurde auch diese Vereinbarung von beiden Seiten gebrochen. Dies zeigt die tiefe Kluft und das Misstrauen zwischen den Konfliktparteien.
Quellen: France 24, RTE News, ZEIT Online, The Independent