Neue Enthüllungen werfen ein Schlaglicht auf Ungarns umstrittene Militärmission in Afrika. Wie Daily News Hungary unter Berufung auf geleakte Dokumente berichtet, sollten ungarische Truppen im Tschad ursprünglich direkte Kampfoperationen durchführen.
Dementi der Regierung
Die ungarische Regierung bestreitet die Pläne für Kampfeinsätze. Allerdings belegen die Dokumente ein geplantes Budget von rund 27 Milliarden Forint (ca. 75 Mio. Euro) allein für das Jahr 2026. Diese Summe übersteigt bei weitem die Kosten typischer Ausbildungsmissionen.
Strategische Interessen
Experten vermuten hinter dem Engagement im Tschad Orbáns Bestrebungen, Ungarns globalen Einfluss auszubauen – insbesondere in ehemaligen französischen Kolonien. Die Mission könnte auch im Zusammenhang mit Orbáns umstrittener „Look East“-Politik stehen, die stärkere Bindungen zu Afrika und Asien anstrebt.
Die Opposition kritisiert die fehlende Transparenz der Regierung in Militärangelegenheiten. Die Enthüllungen kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt – unmittelbar vor den Parlamentswahlen am Sonntag.
Quellen: Daily News Hungary