Bei der Parlamentswahl in Ungarn deutet sich eine politische Wende an. Laut ersten Teilergebnissen liegt Péter Magyar, der Oppositionsführer der pro-europäischen Partei Tisza, klar vor dem langjährigen Regierungschef Viktor Orbán. Die Auszählung von knapp 40 Prozent der Stimmen zeigt Magyar in Führung, während Orbáns Fidesz-Partei nur auf Platz zwei liegt.
Die Wahl könnte das Ende der 16-jährigen Ära Orbán bedeuten, dessen Regierungsstil oft als autokratisch kritisiert wurde. Magyar, der sich für eine stärkere EU-Anbindung einsetzt, könnte mit einer möglichen Zweidrittelmehrheit im Parlament weitreichende Reformen durchsetzen.
Experten warnen jedoch, dass die ersten Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren sind. Belastbare Ergebnisse werden erst in den späten Nachtstunden erwartet. Das Ergebnis dieser Wahl hat nicht nur nationale, sondern auch internationale Bedeutung, da es die Beziehungen Ungarns zur EU, den USA und Russland beeinflussen könnte.
Quellen: ZEIT Online, Spiegel Online, Welt Online