Bei Ausgrabungen auf dem Gelände des ehemaligen Mutter-Kind-Heims in Tuam, County Galway, sind erneut menschliche Überreste entdeckt worden. Wie Behörden mitteilten, handelt es sich um 36 weitere Säuglingsleichen, die teilweise in Massengräbern beigesetzt waren. In einigen Fällen fanden sich zwei oder drei Kinder in einem einzigen Sarg.
Dunkles Kapitel irischer Geschichte
Die Einrichtung in Tuam war zwischen 1925 und 1961 in Betrieb und gehört zu den umstrittensten Mutter-Kind-Heimen Irlands. Schätzungen zufolge starben dort bis zu 800 Kinder, oft aufgrund von Vernachlässigung und schlechten Lebensbedingungen. Die aktuellen Funde sind Teil einer seit Jahren andauernden Untersuchung, die bereits 2017 mit der Entdeckung eines Massengrabs mit den Überresten von fast 800 Kindern begann.
Die Regierung hat eine offizielle Entschuldigung für die Geschehnisse ausgesprochen und unterstützt die forensischen Untersuchungen. Familienangehörige und Überlebende fordern weiterhin umfassende Aufklärung und würdige Bestattungen für die Opfer.
Quellen: The Independent – World