Experten: Iran nutzt Nahost-Krise zur Stärkung seiner Nuklearposition

Die aktuelle Nahost-Krise hat nach Ansicht ehemaliger US-Verhandlungsführer dem Iran neue Möglichkeiten eröffnet, sich gegen internationale Forderungen zur Einschränkung seines Nuklearprogramms zu wehren. Wie der Guardian unter Berufung auf zwei ehemalige US-Botschafter berichtet, habe die erfolgreiche Blockade der Straße von Hormuz dem Regime in Teheran gezeigt, wie es das „Machtungleichgewicht“ gegenüber den USA ausgleichen kann.

Neue Verhandlungsposition

Die Experten, die an den Verhandlungen zum Atomabkommen von 2015 beteiligt waren, sehen in der aktuellen Krise eine strategische Zäsur. Die Fähigkeit des Irans, mit der Blockade einer der wichtigsten Ölhandelsrouten der Welt unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen zu erzielen, habe seine Verhandlungsposition in den laufenden Gesprächen in Pakistan deutlich gestärkt.

China profitiert von der Krise

Parallel dazu berichtet die Welt, wie China die verfahrene Situation in der Region nutzt, um seinen eigenen geopolitischen Einfluss auszubauen. Peking verfolge eine „kühle“ Strategie, die von den Schwierigkeiten der USA im Umgang mit Iran profitiere, allerdings mit eigenen blinden Flecken.

Quellen: The Guardian, Welt Online