Die von den USA vermittelte Waffenruhe zwischen den USA und Iran steht auf wackeligen Beinen. US-Präsident Donald Trump hat öffentlich Zweifel geäußert, ob die Feuerpause Bestand haben kann, solange Iran die strategisch wichtige Straße von Hormuz für die Ölschifffahrt blockiert hält. Dies berichtet der Guardian unter Berufung auf aktuelle Äußerungen Trumps vor US-Medien.
Öl-Embargo als Druckmittel
Laut dem Bericht sitzen derzeit fast 230 Schiffe mit geladenem Rohöl vor der Küste des Iran fest, da Teheran die Meerenge als Reaktion auf die US-amerikanischen und israelischen Angriffe abgeriegelt hat. Experten sehen darin eine gezielte wirtschaftliche Drucktaktik des Irans, die auch Auswirkungen auf die laufenden Verhandlungen in Islamabad hat.
Eskalation im Libanon
Parallel dazu gehen die Gefechte zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon trotz der allgemeinen Waffenruhe weiter. Trump soll laut Guardian den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu aufgefordert haben, im Libanon „deutlich zurückhaltender“ zu agieren. Die Frage, ob der Libanon in die Waffenruhe eingeschlossen ist, bleibt jedoch umstritten.
Quellen: The Guardian, The Independent