Kubas Außenminister Bruno Rodríguez hat den Vereinigten Staaten vorgeworfen, lateinamerikanische Länder zu „erpressen“, um sie zum Ausstieg aus dem kubanischen Ärzteprogramm zu bewegen. Die USA würden versuchen, die Wirtschaft Kubas „zu erdrosseln“, sagte Rodríguez laut einem Bericht des Guardian.
Das seit Jahrzehnten bestehende Programm entsendet kubanische Ärzte in verschiedene Länder, vor allem in Lateinamerika und Afrika. Es ist eine wichtige Devisenquelle für die sozialistische Insel. Rodríguez erklärte, die US-Regierung übe „unmoralischen Druck“ auf Partnerländer aus, um die medizinischen Kooperationen mit Havanna zu beenden.
Die Vorwürfe kommen zu einer Zeit, in der die Beziehungen zwischen Kuba und den USA ohnehin angespannt sind. Erst vor kurzem hatte Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel eine Rücktrittsforderung aus Washington zurückgewiesen. Das Ärzteprogramm ist ein zentraler Bestandteil von Kubas Außenpolitik und hat dem Land international Anerkennung gebracht.
Quellen: The Guardian