Mexikos Sicherheitsfokus auf der WM sorgt für Kritik

Mexiko steht in der Kritik, weil die Regierung enorme Ressourcen in die Sicherheit für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft investiert, während tausende Vermisste weiterhin unauffindbar sind. Familienangehörige der Verschwundenen werfen den Behörden vor, die Sicherheit von Teams und Fans über die Suche nach ihren Angehörigen zu stellen.

Die mexikanische Regierung hat angekündigt, für die WM ein umfassendes Sicherheitspaket aufzulegen, das unter anderem verstärkte Polizeipräsenz und High-Tech-Überwachungssysteme beinhaltet. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass das Großereignis ohne Zwischenfälle verläuft.

Doch während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, bleiben die Fälle von tausenden Vermissten ungelöst. Familienangehörige und Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass die Prioritätensetzung der Regierung falsch ist und dass die Ressourcen besser für die Aufklärung der Verschwundenfälle eingesetzt werden sollten.

„Wir fühlen uns im Stich gelassen“, sagte eine Angehörige eines Vermissten gegenüber der New York Times. „Die WM ist wichtig, aber was ist mit unseren Familienmitgliedern, die noch immer vermisst werden?“

Quellen: New York Times