Die anhaltende Brennstoffkrise trifft australische Vororte mit schlechter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr besonders hart. Wie The Guardian berichtet, verzeichnete eine Hilfsorganisation in Mount Druitt, einem Vorort von Sydney, innerhalb von zwei Wochen so viele Anfragen nach Brennstoffhilfe wie normalerweise in einem ganzen Jahr.
Ältere Bewohner besonders betroffen
„Es treibt die Menschen an den Rand“, zitiert der Guardian die 76-jährige Diane Griffiths aus Willmot, die seit über 50 Jahren in dem Gebiet lebt. Ohne Auto seien viele alltägliche Erledigungen nicht möglich, da Busverbindungen unzuverlässig und weitläufige Strecken zu Fuß nicht zumutbar seien.
Experten warnen vor einer zunehmenden sozialen Spaltung. Während in Großstädten wie Sydney oder Melbourne der öffentliche Nahverkehr ausgebaut wird, bleiben ländliche Regionen und ärmere Vororte oft abgehängt. Die aktuelle Krise verschärft diese Ungleichheit zusätzlich, da steigende Spritpreise viele Haushalte finanziell überfordern.
Politiker fordern nun schnelle Lösungen, darunter Subventionen für Brennstoff in abgelegenen Gebieten und langfristige Investitionen in die Infrastruktur. Doch für viele Betroffene kommt jede Hilfe zu spät, wie die dramatisch gestiegenen Hilfsgesuche zeigen.
Quellen: The Guardian – Australia