Die argentinische Regierung unter Präsident Javier Milei hat das bisherige Gletscherschutzgesetz reformiert und damit den Weg für Bergbauaktivitäten in hochalpinen Regionen freigemacht. Kritiker befürchten, dass dies die ohnehin durch die Klimakrise belasteten Trinkwasserreserven weiter gefährden könnte.
Das ursprüngliche Gesetz aus dem Jahr 2010 sollte Gletscher und Permafrostgebiete vor industrieller Ausbeutung schützen. Besonders betroffen sind Gemeinden wie Jáchal in den Anden, die bereits 2005 durch die Veladero-Goldmine kontaminiertes Trinkwasser erlebten. Saul Zeballos, ein Einwohner von Jáchal, erinnert sich: „Früher tranken wir Wasser aus dem Fluss – heute ist das unmöglich.“
Umweltschützer warnen, dass die neuen Regelungen die Wasserversorgung von Millionen Menschen gefährden. Die Regierung argumentiert hingegen, die Reformen seien notwendig, um wirtschaftliches Wachstum zu fördern. Die Debatte spiegelt den Konflikt zwischen Rohstoffgewinnung und Umweltschutz in Argentinien wider.
Quellen: The Guardian – Americas