Argentiniens Zentralbank hat ihre Inflationsprognose für das Jahr 2026 deutlich nach oben revidiert. Laut der aktuellen Marktumfrage (REM) wird nun mit einer Jahresinflation von 29,1% gerechnet – ein Anstieg um 3,1 Prozentpunkte gegenüber der Vormonatsschätzung.
Ölkrise trifft Reformagenda
Als Hauptgrund für die Verschlechterung nennen Analysten die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Ölmärkte. Die daraus resultierende Energiekrise untergräbt die Bemühungen von Präsident Javier Milei, die seit Jahren hohe Inflation einzudämmen. Parallel wurde auch die Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 3,6% auf 3,3% gesenkt.
Die Entwicklung stellt einen Rückschlag für Mileis wirtschaftspolitische Agenda dar, die auf eine Stabilisierung der argentinischen Wirtschaft abzielt. Experten warnen vor weiteren Belastungen für die ohnehin schon von hohen Preisen geplagte Bevölkerung.
Quellen: Rio Times Online