Die argentinische Zentralbank (BCRA) hat am Mittwoch, den 9. April 2026, die bislang größte Dollar-Kaufaktion des Jahres getätigt. Laut Berichten erwarb die Behörde 281 Millionen US-Dollar auf dem offiziellen Devisenmarkt. Diese Maßnahme ist Teil der Wirtschaftspolitik von Präsident Javier Milei, die auf eine Lockerung der Kapitalverkehrskontrollen („cepo“) und eine Stabilisierung der Währung abzielt.
Der Großhandelskurs des Dollars schloss bei 1.381 Pesos (−6,50), während der CCL-Kurs (Contado con Liquidación) bei 1.478 Pesos lag. Experten sehen in dem massiven Dollar-Kauf einen Versuch der Regierung, Liquidität in das System zu pumpen und so die Zinssätze zu senken. Die Wirtschaft Argentiniens kämpft seit Jahren mit hoher Inflation und Währungsinstabilität.
Präsident Milei räumte in einer aktuellen Stellungnahme erstmals wirtschaftliche Schwierigkeiten ein und bat die Bevölkerung um Geduld. „Diese letzten Monate waren hart“, sagte Milei, bekräftigte aber gleichzeitig den eingeschlagenen Kurs seiner Regierung.
Quellen: Rio Times Online, El País – Americas