Ein Bundesgericht in der argentinischen Stadt Concepción del Uruguay hat am Freitag eine Reihe von Umweltstudien angeordnet und Informationen von uruguayischen Behörden angefordert. Dies geschah nach der Annahme einer Klage gegen den uruguayischen Staat und das multinationale Unternehmen HIF Global. Betroffen ist ein Projekt für eine grüne Wasserstoffanlage in Paysandú.
Der Fall weckt Erinnerungen an den jahrelangen Konflikt um die Botnia-Zellstofffabrik in den frühen 2000er Jahren, der die bilateralen Beziehungen zwischen Argentinien und Uruguay stark belastete. Die neue Klage könnte erneut zu Spannungen zwischen den Nachbarländern führen.
HIF Global plant die Errichtung einer Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff, der als saubere Energiequelle gilt. Kritiker befürchten jedoch mögliche Umweltauswirkungen, insbesondere auf die grenzüberschreitenden Flüsse. Das Gericht verlangt nun detaillierte Studien, bevor das Projekt weiterverfolgt werden kann.
Quellen: Mercopress