In einem wegweisenden Urteil hat der Superior Tribunal de Justiça (STJ), das oberste Berufungsgericht Brasiliens, den Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Beweiserstellung in Strafverfahren eingeschränkt. Konkret wurde ein von der Polizei in São Paulo erstellter Bericht abgelehnt, der mit den KI-Tools Gemini und Perplexity generiert worden war.
Präzedenzfall für die Justiz
Minister Reynaldo Soares da Fonseca begründete die Entscheidung damit, dass die verwendeten KI-Systeme nicht transparent genug in ihrer Funktionsweise seien. Es fehlten klare Angaben darüber, wie die Algorithmen zu ihren Schlussfolgerungen gekommen waren. Damit setzt der STJ erstmals klare Grenzen für den Einsatz von KI in Ermittlungsverfahren.
Rechtsexperten werten das Urteil als wichtigen Präzedenzfall, der die Diskussion über den Einsatz von künstlicher Intelligenz im brasilianischen Rechtssystem neu entfachen dürfte. Besonders betont wurde die Notwendigkeit menschlicher Kontrolle und Nachvollziehbarkeit bei der Beweiserhebung.
Quellen: Agência Brasil