Die brasilianischen Exporte in die Vereinigten Staaten sind im März 2026 um 9,1% zurückgegangen – bereits der achte monatliche Rückgang in Folge. Wie der Rio Times Online berichtet, betrug der Einbruch im gesamten ersten Quartal sogar 18,7%. Hauptgrund für diese Entwicklung sind die im Jahr 2025 von der US-Regierung unter Donald Trump verhängten Sonderzölle in Höhe von 50% auf bestimmte brasilianische Waren.
China füllt die Lücke
Während die Beziehungen zu den USA sich verschlechtern, verzeichnet Brasilien ein starkes Wachstum seiner Exporte nach China. Im März stiegen die Lieferungen in die Volksrepublik um 17,8%, im ersten Quartal sogar um 21,7%. Dies führte zu einem Handelsüberschuss mit China von 5,98 Milliarden US-Dollar – im Vergleich zu nur 1,39 Milliarden Dollar mit den USA.
Die Verschiebung der Handelsströme spiegelt die sich wandelnden geopolitischen Allianzen Brasiliens wider. Während das Land traditionell enge Wirtschaftsbeziehungen zu den USA unterhielt, gewinnt China zunehmend an Bedeutung als wichtigster Handelspartner. Experten warnen jedoch vor einer zu großen Abhängigkeit vom chinesischen Markt.
Quellen: Rio Times Online