Handelsstreit eskaliert: Ecuador und Colombia verhängen gegenseitige 100%-Zölle

Die Spannungen zwischen Ecuador und Kolumbien haben einen neuen Höhepunkt erreicht, nachdem beide Länder gegenseitige Importzölle von 100% verhängt haben. Auslöser ist Ecuadors sogenannte „Sicherheitsabgabe“ zur Bekämpfung von Drogenkriminalität an der Grenze, die Kolumbien als handelsfeindlich kritisiert.

Ecuadors Präsident Daniel Noboa verteidigt die Maßnahme als notwendig zur Reduzierung der Mordrate in der Grenzregion. Experten warnen jedoch, dass die hohen Zölle den legalen Handel lahmlegen und stattdessen den Schwarzmarkt befeuern könnten.

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro erwägt als Reaktion sogar einen Austritt aus der Andengemeinschaft (CAN), dem regionalen Handelsbündnis. Die Eskalation trifft besonders kleine Unternehmen beider Länder, die auf grenzüberschreitenden Handel angewiesen sind.

Quellen: El País, Al Jazeera English