In Kolumbien hat die Entscheidung der Regierung von Präsident Gustavo Petro, Haftbefehle gegen mehrere mutmaßliche Anführer krimineller Organisationen aufzuheben, eine Welle der Kritik ausgelöst. Die Maßnahme ist Teil von Petros umstrittener ‚Paz Total‘-Strategie (Totaler Frieden), die auf Verhandlungen und Amnestien setzt.
Besonders in der aktuellen Wahlkampfphase wird die Politik der linken Regierung scharf angegriffen. Bürgermeister verschiedener Regionen sowie die Staatsanwaltschaft äußerten schwere Vorwürfe gegen die Regierung und speziell gegen Petros Verbündeten Iván Cepeda.
Die Kritiker argumentieren, die Aufhebung der Haftbefehle gefährde die Sicherheitslage und sende das falsche Signal an kriminelle Gruppen. Die Regierung verteidigt ihr Vorgehen hingegen als notwendigen Schritt für einen dauerhaften Friedensprozess.
Quellen: El País