Ölpreissturz belastet Ecuadors Staatshaushalt

Der Preis für Brent-Rohöl ist innerhalb eines Tages um 16 Prozent auf rund 93 US-Dollar pro Barrel eingebrochen. Dieser dramatische Rückgang folgte auf eine Vereinbarung zwischen den USA und Iran, die den Persischen Golf wieder für die Ölschifffahrt öffnet. Für Ecuador als wichtigen Ölexporteur in Lateinamerika hat diese Entwicklung schwerwiegende Konsequenzen.

Finanzielle Belastung für den Andenstaat

Ecuador, dessen Staatshaushalt stark von Öleinnahmen abhängt, muss nun mit deutlich geringeren Einnahmen rechnen. Analysten warnen vor möglichen Haushaltsdefiziten und schmerzhaften Anpassungen in der Wirtschaftspolitik. Die Regierung in Quito steht vor der Herausforderung, alternative Einnahmequellen zu erschließen oder Ausgabenkürzungen vorzunehmen.

Im Gegensatz dazu profitieren ölimportierende Länder der Region wie Chile und Peru von der Preissenkung, die zu einer Entlastung der Inflation führen könnte. Für Ecuador bedeutet die Entwicklung jedoch einen herben Rückschlag in der ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage.

Quellen: Rio Times Online