Die peruanische Künstlerin Sara Flores wird als erste indigene Vertreterin ihres Landes den nationalen Pavillon auf der prestigeträchtigen Biennale in Venedig gestalten. In ihrem Studio im Amazonasgebiet entwirft und malt Flores traditionelle Kené-Muster auf Textilien – eine Kunstform, die tief in der Kultur der Shipibo-Konibo-Gemeinschaft verwurzelt ist.
Brücke zwischen Tradition und Moderne
Flores‘ Werk steht für den Erhalt indigener Traditionen in der zeitgenössischen Kunst. Ihre komplexen geometrischen Muster erzählen Geschichten aus der Mythologie des Amazonas und spiegeln die enge Verbindung der indigenen Völker mit der Natur wider. Die Teilnahme an der Biennale markiert einen wichtigen Schritt für die Anerkennung indigener Kunst auf internationaler Ebene.
Die 45-jährige Künstlerin arbeitet seit über zwei Jahrzehnten daran, die Kené-Tradition zu bewahren und weiterzuentwickeln. Ihre Werke wurden bereits in mehreren lateinamerikanischen Ländern ausgestellt, doch die Biennale bietet nun eine globale Plattform für ihre einzigartige künstlerische Vision.
Quellen: El País – Americas