Uruguays Außenminister Mario Lubetkin hat eine neue Vision für die lateinamerikanische Politik angekündigt. Das südamerikanische Land übernimmt derzeit die pro-tempore-Präsidentschaften der CELAC, des Brasília-Konsenses und der G-77-Gruppe. Ab Juni wird Uruguay zudem die Führung des Mercosur-Blocks übernehmen.
Neuer politischer Ansatz
Lubetkin betonte in einem Interview mit El País, dass Uruguay einen neuen Handlungsansatz für die Region vorschlage. „Wir schlagen eine neue Art des Handelns und des Betrachtens Lateinamerikas vor“, erklärte der Minister. Die genauen Inhalte dieser Neuausrichtung wurden nicht detailliert beschrieben, doch deutete Lubetkin an, dass Uruguay stärker auf regionale Integration und multilaterale Zusammenarbeit setzen wolle.
Die Übernahme dieser Schlüsselpositionen gibt Uruguay die Möglichkeit, die regionale Agenda in der zweiten Jahreshälfte 2026 maßgeblich mitzugestalten. Experten sehen darin eine Chance für das kleine Land, seine traditionelle Vermittlerrolle in der Region weiter auszubauen.
Quellen: El País – Americas