Die gambische Regierung steht nach einem umstrittenen Vorschlag zur Registrierung von Journalisten und Social-Media-Nutzern in der Kritik. Die Gambia Press Union (GPU) sowie zahlreiche Medienakteure, darunter Regulierungsbehörden, Berufsverbände, akademische Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Gruppen, haben den Plan am Mittwoch einstimmig abgelehnt.
In einer gemeinsamen Resolution erklärten die Beteiligten, dass sie den Vorschlag „vollständig zurückweisen“. Sie sehen darin einen gravierenden Eingriff in die Pressefreiheit und die Meinungsäußerung im Land. Die Registrierung von Journalisten und Social-Media-Nutzern würde ihrer Ansicht nach die bereits fragile Medienlandschaft des westafrikanischen Landes weiter schwächen.
Die Gambia Press Union betonte, dass solche Maßnahmen gegen die Verfassung des Landes und internationale Standards für Pressefreiheit verstoßen. Die GPU forderte die Regierung auf, stattdessen in den Dialog mit Medienvertretern zu treten, um gemeinsam Lösungen zu finden, die sowohl die Sicherheit als auch die Freiheit der Presse gewährleisten.
Die Debatte um die Registrierungspflicht hat in Gambia eine breite öffentliche Diskussion ausgelöst. Kritiker befürchten, dass die Regierung damit versucht, kritische Stimmen im Land zu kontrollieren und einzuschränken. Die gambische Regierung hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht öffentlich geäußert.
Quellen: AllAfrica