Im französischen Parlament wird aktuell ein Gesetzesentwurf debattiert, der die Rückgabe von Kunstwerken und Kulturgütern erleichtern soll, die während der Kolonialzeit aus afrikanischen Ländern geraubt wurden. Der Entwurf, der bereits vom Senat unterstützt wurde, könnte die bereits gestellten Rückgabeforderungen von Ländern wie Mali, Algerien und Benin beschleunigen.
Historische Aufarbeitung
Frankreich hat in den letzten Jahren Schritte unternommen, um seine koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten. Präsident Emmanuel Macron hatte bereits 2017 in einer Rede in Burkina Faso versprochen, die Rückgabe geraubter Kulturgüter zu priorisieren. Seitdem wurden einige Objekte an Benin zurückgegeben, doch der Prozess gestaltet sich oft langwierig und bürokratisch.
Das neue Gesetz soll diese Hürden abbauen und einen rechtlichen Rahmen schaffen, der die Rückgabe vereinfacht. Kritiker argumentieren jedoch, dass die Maßnahmen nicht weit genug gehen und eine umfassendere Restitution erforderlich sei. Die Debatte im Nationalversammlung wird voraussichtlich noch mehrere Tage andauern.
Quellen: France 24 – World