Äthiopien strebt nach humanitärer Souveränität und wirtschaftlicher Unabhängigkeit

Die äthiopische Regierung hat einen strategischen Kurswechsel angekündigt: Statt auf internationale Hilfe zu setzen, will das Land künftig stärker auf eigene Ressourcen und Resilienz bauen. Dies gab die Ethiopian Disaster Risk Management Commission (EDRMC) bekannt.

Weg von der Hilfsabhängigkeit

Kommissionsmitglied Shiferaw Teklemarian betonte, Äthiopien unternehme konkrete Schritte hin zu humanitärer Souveränität. Das Land wolle sich aus der jahrzehntelangen Abhängigkeit von externer Unterstützung lösen und stattdessen lokale Kapazitäten stärken.

Parallel dazu intensiviert Äthiopien die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Export-Import-Bank (Afreximbank). Die gemeinsamen Bemühungen zielen darauf ab, die wirtschaftliche Selbstversorgung des Kontinents zu fördern und die panafrikanische Kooperation zu stärken – besonders angesichts globaler wirtschaftlicher Herausforderungen.

Experten sehen in dieser Doppelstrategie einen Versuch, sowohl innenpolitisch als auch regional eine stabilere wirtschaftliche Grundlage zu schaffen. Kritiker warnen jedoch vor überzogenen Erwartungen angesichts der anhaltenden sozialen Spannungen im Land.

Quellen: AllAfrica – Ethiopia, AllAfrica – Business