Die Präsidentschaftswahlen in Dschibuti haben erneut die Herausforderungen für Oppositionskandidaten deutlich gemacht. Alexis Mohamed, ein langjähriger Berater von Präsident Ismail Omar Guelleh, hatte im September 2025 seinen Rücktritt erklärt und dabei auf die demokratische Regression im Land verwiesen. Doch bei der Wahl am vergangenen Wochenende fehlte sein Name auf dem Stimmzettel.
Der Grund dafür sind die exorbitant hohen Nominierungsgebühren, die potenzielle Kandidaten zahlen müssen, um überhaupt antreten zu können. Diese finanziellen Hürden machen es insbesondere Oppositionspolitikern schwer, sich gegen den amtierenden Präsidenten zu stellen. Mohamed selbst hatte erklärt, dass ihm die notwendigen Mittel fehlten, um sich registrieren zu lassen.
Die Wahl selbst wurde von Beobachtern kritisch begleitet, die auf mangelnde Transparenz und demokratische Defizite hinwiesen. Präsident Guelleh, der seit 1999 an der Macht ist, konnte seine Position erneut festigen. Die hohen Nominierungskosten werden als ein weiteres Mittel gesehen, um die politische Landschaft in Dschibuti zu kontrollieren und die Opposition zu schwächen.
Quellen: The Guardian