Afrikanische Experten haben sich erneut für die Rückgabe der Chagos-Inseln an Mauritius ausgesprochen. Die Inselgruppe, die seit Jahrzehnten vom Vereinigten Königreich mit Unterstützung der USA besetzt ist, soll nach Ansicht der Experten an ihren rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Dies sei ein entscheidender Schritt zur vollständigen Entkolonialisierung Afrikas.
Die Chagos-Inseln, die strategisch im Indischen Ozean liegen, wurden in den 1960er Jahren von Großbritannien von Mauritius abgetrennt. Die USA nutzen die größte Insel, Diego Garcia, als Militärstützpunkt. Mauritius erhebt seit langem Anspruch auf die Inseln und hat dabei internationale Unterstützung erhalten. Im Jahr 2019 urteilte der Internationale Gerichtshof, dass das Vereinigte Königreich die Inseln an Mauritius zurückgeben müsse. Bislang hat London jedoch keine konkreten Schritte in diese Richtung unternommen.
Die afrikanischen Experten fordern nun ein Ende dieser Praxis und betonen die Bedeutung der Rückgabe für die Souveränität und Selbstbestimmung afrikanischer Nationen. Sie sehen darin einen wichtigen Schritt zur Überwindung des kolonialen Erbes, das bis heute die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents beeinflusst.
Quellen: AllAfrica