Venezuela hat nach der teilweisen Aufhebung von US-Sanktionen seine wirtschaftlichen Appelle an Europa intensiviert. Die Interimspräsidentin Delcy Rodríguez forderte öffentlich sowohl die Vereinigten Staaten als auch Europa auf, alle Sanktionen gegen Venezuela aufzuheben. Diese Forderung kommt inmitten einer Zeit, in der Washington bereits einige Beschränkungen gelockert hat. So wurde Rodríguez am 1. April von der SDN-Liste des US-Finanzministeriums gestrichen und am 14. April wurden neue Lizenzen erteilt, die es Venezuela ermöglichen, bestimmte Wirtschaftsaktivitäten durchzuführen.
Rodríguez betonte, dass eine vollständige Aufhebung der Sanktionen notwendig sei, um die wirtschaftliche Lage im Land zu stabilisieren und die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern. Die derzeitigen Sanktionen haben das Land in eine tiefe wirtschaftliche Krise gestürzt, die durch Mangelsituationen und Inflation gekennzeichnet ist.
Während die USA auf die Forderungen teilweise reagiert haben, bleibt die europäische Haltung unklar. Bisher haben europäische Staaten keine signifikanten Schritte unternommen, um den venezolanischen Forderungen nachzukommen. Die venezolanische Regierung hofft, dass eine Annäherung an Europa neue wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnet und das Land wieder in die globale Wirtschaft integriert.
Quellen: Rio Times Online