China hat die Todesstrafe gegen einen französischen Staatsbürger vollstreckt, der wegen Drogenhandels verurteilt worden war. Der Mann war bereits im Jahr 2010 festgenommen und später zum Tode verurteilt worden. Die französische Regierung hatte sich in den vergangenen Jahren mehrfach für eine Begnadigung eingesetzt, jedoch ohne Erfolg.
Frankreich hatte die Todesstrafe bereits 1981 abgeschafft und setzt sich international für deren Abschaffung ein. Das französische Außenministerium bestätigte die Hinrichtung und verurteilte die Entscheidung Chinas. Es handele sich um einen Verstoß gegen die universellen Menschenrechte, hieß es in einer Stellungnahme.
Diplomatische Spannungen möglich
Die Hinrichtung könnte zu diplomatischen Spannungen zwischen Frankreich und China führen. Bereits in der Vergangenheit hatte es zwischen beiden Ländern Meinungsverschiedenheiten in Menschenrechtsfragen gegeben. Frankreich prüft nun mögliche diplomatische Schritte.
Quellen: The Independent, Spiegel Online