Londoner Bürgermeister blockiert Palantir-Vertrag mit Metropolitan Police

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat einen umstrittenen Vertrag über 50 Millionen Pfund zwischen der Metropolitan Police und dem US-Softwareunternehmen Palantir blockiert. Khan begründete seine Entscheidung mit Bedenken hinsichtlich der Überwachung und der Privatsphäre der Bürger. Die Entscheidung kam jedoch nicht ohne Widerstand: Palantir kritisierte Khan scharf und warf ihm vor, »Politik über die öffentliche Sicherheit« zu stellen.

Die Blockade des Vertrags hat zu Spannungen innerhalb der Labour-Partei geführt, da einige Mitglieder der Meinung sind, dass modernste Technologien zur Verbrechensbekämpfung genutzt werden sollten, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Kritiker der Entscheidung argumentieren, dass der Verzicht auf solche Technologien die Polizei in ihrer Arbeit behindern könnte.

In einer Zeit, in der die Diskussion um Überwachung und Datenschutz immer lauter wird, stellt dieses Ereignis eine wichtige Weichenstellung für die künftige Polizeiarbeit in London dar. Der Streit zwischen Khan und Palantir könnte auch Auswirkungen auf zukünftige Verträge und die Beziehung zwischen der Stadtverwaltung und Technologiefirmen haben.

Quellen: heise online, The Guardian – World