Der Streit um die Reformen im Gesundheitswesen Simbabwes nimmt an Intensität zu. Mehrere medizinische Hilfsgesellschaften und Akteure des privaten Sektors warnen das Parlament, dass die vorgeschlagenen Änderungen an den Gesetzen zur medizinischen Versorgung fatale Folgen haben könnten. Sie befürchten, dass die Reformen zu einem Anstieg der Gesundheitskosten führen und den bereits stark belasteten öffentlichen Krankenhaussektor weiter unter Druck setzen werden.
Die Reformen sehen vor, die Autorität der Versicherungs- und Pensionskommission (IPEC) über die medizinischen Hilfsgesellschaften auszuweiten, was von der Regierung als großer Schritt zum Schutz der Verbraucher dargestellt wird. Kritiker hingegen stellen die Frage, ob ein Regulator, der keine Kontrolle über die Kosten hat, tatsächlich in der Lage ist, die Interessen der Versicherten zu wahren.
Die besorgniserregenden Warnungen kommen in einer Zeit, in der das Gesundheitswesen in Simbabwe bereits unter enormem Druck steht. Der private Sektor, der oft als Rückgrat der medizinischen Versorgung angesehen wird, könnte durch die Reformen weiter geschwächt werden, was die Patienten in eine noch prekärere Lage bringen würde.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa