Die anhaltenden Proteste in Bolivien haben zu einer vorübergehenden Schließung von Banken in der Hauptstadt La Paz geführt. Angesichts der angespannten Lage und der zunehmenden Gewalt im Zuge der Demonstrationen haben mehrere Finanzinstitute beschlossen, ihre Filialen aus Sicherheitsgründen vorübergehend zu schließen. Die Proteste richten sich gegen die Regierung von Präsident Rodrigo Paz, die inmitten der schwersten Wirtschaftskrise des Landes seit 40 Jahren steht.
Der US-Vizeaußenminister bezeichnete die Situation als einen möglichen »Putsch« und äußerte sich besorgt über die Entwicklungen in dem südamerikanischen Land. Die Demonstranten fordern den Rücktritt des Präsidenten und machen ihn für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sowie die Versorgungskrise im Land verantwortlich. Die Blockaden und Proteste haben bereits zu Engpässen bei Treibstoff und Lebensmitteln geführt.
Die bolivianische Regierung wiederum beschuldigt den ehemaligen Präsidenten Evo Morales und sein Umfeld, hinter den Protesten zu stecken und die Unruhen zu schüren. Die Lage bleibt angespannt, während die internationale Gemeinschaft die Ereignisse aufmerksam beobachtet.
Quellen: ZEIT Online – Außenpolitik, BBC Mundo, Al Jazeera English