Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar hat am 20. Mai 2026 seinen ersten offiziellen Auslandsbesuch in Polen absolviert. In Warschau traf er sich mit seinem polnischen Amtskollegen Donald Tusk, um die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu revitalisieren. Magyar, der erst vor wenigen Wochen sein Amt angetreten hatte, bezeichnete Polen als Vorbild für Ungarn und kündigte eine engere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene an.
Während des Treffens besprachen die beiden Staatsoberhäupter nicht nur die bilateralen Beziehungen, sondern auch die Wiederbelebung der Visegrad-Gruppe, die Ungarn, Polen, die Tschechische Republik und die Slowakei umfasst. Magyar betonte die Notwendigkeit, aus den Erfahrungen Polens zu lernen, insbesondere in Bezug auf die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit und die Bekämpfung von Korruption.
Tusk äußerte sich positiv über Ungarns „Rückkehr nach Europa“ und hob die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern hervor. Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund statt, dass Ungarn unter der neuen Regierung bestrebt ist, sich von der früheren Politik Viktor Orbáns zu distanzieren und die Beziehungen zu anderen EU-Staaten zu stärken.
Quellen: RTE News, ZEIT Online